Über Abschied, Sehnsucht, offene Türen – und die Frage, wie frei Liebe eigentlich sein kann.

Ich darf dich vermissen

23. August 2026

Ich darf dich vermissen

Ich habe vor einiger Zeit einer Freundin eine Geschichte geschrieben.

Sie war darin ein Oktopus.

Ich war ein Fisch.

Und gegen Ende gab es dieses Bild von uns beiden im Meer.

Wir düsen nebeneinander durchs Wasser.

Jede für sich.

Und trotzdem zusammen.

Keiner hält den anderen fest. Keiner zieht. Keiner klammert sich irgendwo an. Zwei Wesen, die frei durch dieses riesige Meer schwimmen und sich trotzdem begegnen.

Ich liebe dieses Bild.

Nur bin ich da nicht.

Scheisse.

Ich bin da einfach noch nicht.

Und ich weiss auch nicht, ob ich da jemals hinkomme.

Denn in der Realität düsen wir gerade nicht nebeneinander durchs Meer.

Wir haben keinen Kontakt.

Und ich merke, dass es für mich nicht leichter wird.

Es wird schwieriger.

Vielleicht auch deshalb, weil ich es diesmal anders machen wollte.

Ich habe mich nicht verabschiedet.

Ich habe nicht gesagt: Dann war es das eben.

Ich habe nicht selbst die Tür zugemacht, nur damit wenigstens klar ist, dass sie geschlossen ist.

Ich habe es offen gelassen.

Wenn sie sich irgendwann noch einmal bei mir melden möchte, kann sie das tun.

Theoretisch klingt das unglaublich frei.

Praktisch findet mein System diese Lösung offenbar eher beschissen.

Denn eine geschlossene Tür tut weh.

Aber sie ist geschlossen.

Eine offene Tür ist etwas anderes.

Da könnte jederzeit jemand hindurchkommen.

Oder eben auch nicht.

Und inzwischen merke ich, dass mich nicht nur das Nichtkommen beschäftigt.

Mich erschreckt sogar die Vorstellung, dass sie tatsächlich wiederkommen könnte.

Ich habe eine Freundin mit demselben Vornamen. Als dieser Name vor Kurzem plötzlich auf meinem Display aufleuchtete, reagierte mein Körper, bevor mein Verstand überhaupt verstanden hatte, wer mir da geschrieben hatte.

Da war sofort Schmerz.

Und Angst.

Das hat mich überrascht.

Denn ich wünsche mir doch, dass sie sich meldet.

Oder?

Ja.

Und gleichzeitig bin ich scheisse verletzt.

Davon, wie sie sich gerade verhält.

Davon, dass sie mich so hängen lässt.

Davon, dass etwas, das für mich Bedeutung hat, einfach in diesem offenen Raum stehen bleibt.

Wenn sie morgen vor dieser Tür stehen würde, wäre deshalb nicht plötzlich alles gut.

Vielleicht wäre mein erster Satz sogar:

Ich habe dich vermisst. Und ich bin verdammt verletzt von dir.

Offenlassen bedeutet eben nicht, dass jemand jederzeit wieder hereinspazieren kann und alles so ist wie vorher.

Vielleicht bedeutet es nur:

Ich habe die Tür nicht zugemauert.

Was passiert, wenn tatsächlich jemand davorsteht, werde ich dann sehen.

Und genau daran merke ich gerade, wie sehr mich eine bestimmte Vorstellung von Loslassen nervt.

Diese Idee, dass ich irgendwann so entwickelt, geheilt oder spirituell sein müsste, dass ich keine Wünsche und Bedürfnisse mehr habe.

Keine Sehnsucht.

Keine Trauer.

Kein Ziehen.

Alles loslassen.

Nichts brauchen.

Vollkommen frei.

Om.

Ganz ehrlich?

Ich glaube, ich will da gar nicht hin.

Ich bin hier, um Mensch zu sein.

Und Menschen wollen.

Menschen vermissen.

Menschen möchten eine Hand ausstrecken und hoffen, dass eine andere Hand zurückkommt.

Mein bester Freund wollte mich vor Kurzem nicht „ziehen". Deshalb wollte er auch keinen Anspruch darauf stellen, dass wir telefonieren.

Ich verstehe den Gedanken.

Und gleichzeitig denke ich:

Warum sollst du mir nicht einfach sagen dürfen:

Ich möchte mit dir telefonieren.

Das ist doch noch kein Ziehen.

Vielleicht liegt genau dort ein Unterschied, den ich lange nicht sauber gesehen habe.

Ein Wunsch ist noch keine Forderung.

Ich möchte dich sehen.

Ich vermisse dich.

Ich hätte gerne Kontakt mit dir.

Das alles darf ich sagen.

Der andere entscheidet trotzdem selbst, was er damit macht.

Und genau an diesem Satz merke ich:

Da bin ich noch nicht frei.

Ich verstehe ihn.

Ich glaube sogar daran.

Aber mein System kann ihn noch nicht immer einfach stehen lassen.

Vielleicht weil Entscheidung für mich sehr lange gar nicht so frei war.

Wenn ich an meine Mutter denke, erinnere ich mich an dieses Gefühl ziemlich deutlich.

Ich hatte nicht das selbstverständliche Vertrauen:

Ich darf entscheiden.

Da war immer auch sie.

Ihre Reaktion.

Ihre Zustimmung.

Ihre Enttäuschung.

Ihre Bedürfnisse.

Was meine Entscheidung mit ihr machen würde.

Und damit war eine Entscheidung eben nicht einfach meine Entscheidung.

Sie hing in Beziehung.

Vielleicht sogar in Abhängigkeit.

Und vielleicht verstehe ich gerade deshalb etwas besser, was mich heute so trifft, wenn ein anderer Mensch entscheidet:

Ich möchte keinen Kontakt.

Denn mein erwachsener Verstand kann sagen:

Natürlich darf sie das entscheiden.

Aber irgendwo in mir existiert offenbar noch eine viel ältere Vorstellung von Beziehung.

Dass wir eben nicht einfach zwei Menschen sind, die beide entscheiden dürfen.

Dass die Entscheidung des einen unmittelbar etwas mit dem anderen macht.

Dass ich davon abhängig bin.

Vielleicht liegt genau dort noch ein Stück meiner Unfreiheit.

Nicht darin, dass ich mir wünsche, jemand möge bleiben.

Sondern darin, wie existenziell sich seine Entscheidung manchmal noch anfühlt.

Vielleicht muss ich gar nicht lernen, weniger zu wollen.

Vielleicht muss etwas in mir erst noch wirklich begreifen:

Ich darf entscheiden.

Und du darfst entscheiden.

Meine Entscheidung gehört mir.

Deine gehört dir.

Und Beziehung entsteht dort, wo sich diese beiden freien Entscheidungen treffen.

Nicht dort, wo einer den anderen dazu bringen muss, Ja zu sagen.

In der vergangenen Nacht habe ich dann auch noch von einer Frau geträumt, die vor einigen Jahren sehr prägend für mich war.

Sie kam nach einer Trennung in mein Leben, in einer Zeit, in der ich erst langsam wieder angefangen habe, mich überhaupt zu fühlen.

Rückblickend glaube ich, dass sie daran einen ziemlich grossen Anteil hatte.

Durch sie habe ich die Arbeit mit Pferden kennengelernt.

Nicht einfach Reiten. Es ging um Begegnung. Um Präsenz. Um meinen Körper, meine Spannung und darum, überhaupt wieder wahrzunehmen, was in mir passiert.

Sie hat mir auch Contact Improvisation gezeigt.

Berührung.

Gewicht abgeben.

Gewicht aufnehmen.

Sich anlehnen.

Wieder lösen.

Dem eigenen Körper folgen, ohne schon vorher zu wissen, wohin eine Bewegung führt.

Für jemanden, der gerade erst wieder anfing, sich selbst zu spüren, war das ziemlich viel.

Mit ihr öffnete sich für mich eine Welt, in der mein Körper wieder vorkam.

Vielleicht sogar eine Tür zurück ins Leben.

Und dann war sie plötzlich weg.

Irgendwann kam eine Nachricht, dass sie mit mir abgeschlossen habe und keinen Kontakt mehr wünsche.

Damals bin ich daran gefühlt gestorben.

Natürlich bin ich nicht gestorben.

Aber etwas in mir hat es genau so erlebt.

Vielleicht auch deshalb, weil mit ihr nicht einfach nur ein Mensch gegangen ist.

Mit ihr war eine bestimmte Zeit meines Lebens verbunden. Eine Zeit, in der ich gerade erst wieder angefangen hatte, lebendig zu werden.

Und jetzt, Jahre später, habe ich von ihr geträumt.

Im Traum sagte sie mir, dass sie mich liebt.

Und ich sagte ihr, wie sehr ich sie vermisse.

Der Traum hat mich ziemlich durcheinandergebracht.

Er fühlte sich anders an als viele meiner normalen Träume. Manche erlebe ich sehr deutlich als Verarbeitung meiner eigenen inneren Bilder. Andere haben für mich eine andere Qualität.

Was dieser Traum war?

Keine Ahnung.

Vielleicht waren es eigene Anteile.

Vielleicht würde ich ihn selbst anders beschreiben.

Ich muss es gerade nicht wissen.

Denn als ich aufgewacht bin, war etwas anderes ziemlich eindeutig:

Ich vermisse sie.

Und vielleicht vermisse ich dabei nicht nur sie.

Vielleicht berührt sie noch immer diese Zeit in mir, in der ich überhaupt wieder angefangen habe zu fühlen.

Das Verrückte ist, dass ich dachte, ich hätte diese Geschichte längst durchgefühlt.

Ich habe damals unglaublich viel geweint.

Aber viel weinen bedeutet offenbar nicht automatisch: erledigt.

Vielleicht funktionieren Abschiede überhaupt nicht so.

Weinen.

Verstehen.

Loslassen.

Fertig.

Vielleicht begegnen wir manchen Geschichten Jahre später noch einmal von einer anderen Stelle in uns.

Und gerade merke ich, dass nicht nur diese eine Frau in meinem inneren Raum auftaucht.

Da sind mehrere.

Menschen aus ganz unterschiedlichen Zeiten meines Lebens.

Meine erste Liebe.

Eine fast schwesterliche Verbindung.

Menschen, die mich geprägt haben.

Menschen, die gegangen sind.

Menschen, von denen ich gegangen bin.

Und plötzlich frage ich mich:

Müssen die da eigentlich weg?

Nehmen sie Raum für etwas Neues?

Oder gehören sie einfach zu meinem Herzen?

Ein Mensch verschwindet doch nicht rückwirkend aus meinem Leben, nur weil wir heute keinen Kontakt mehr haben.

Eine Begegnung hat stattgefunden.

Sie hat etwas hinterlassen.

Vielleicht habe ich Loslassen manchmal mit Löschen verwechselt.

Etwas hat sich allerdings tatsächlich gelöst.

Früher war das Gehen eines Menschen sehr schnell mit meinem eigenen Wert verbunden.

Was habe ich falsch gemacht?

Warum bin ich nicht wichtig genug?

Was hätte ich anders machen müssen?

Diese Fragen sind viel leiser geworden.

Ich spüre inzwischen deutlicher, dass die Entscheidung eines anderen, mit mir in Beziehung zu sein oder nicht, nicht automatisch etwas über meinen Wert erzählt.

Menschen bringen ihre eigene Geschichte mit.

Ihre Ängste.

Ihre Grenzen.

Ihre Möglichkeiten.

Manchmal haben wir genügend Boden unter den Füssen, um uns auf Nähe und das, was sie in Bewegung bringt, einzulassen.

Und manchmal nicht.

Ich hatte dafür kürzlich das falsche Wort benutzt und von einem „gesunden" Menschen gesprochen, der in Beziehung geht.

Das trifft überhaupt nicht, was ich meine.

Vielleicht ist Stabilität das bessere Wort.

Nicht besser oder schlechter.

Nicht gesund oder krank.

Nur unterschiedlich viel Boden für das, was Beziehung gerade verlangt.

Für mich ist daran vor allem eines neu:

Ich muss daraus nicht mehr automatisch eine Geschichte über meine eigene Liebenswürdigkeit machen.

Und dann gibt es noch etwas, das ich fast am verrücktesten finde.

Ich kann meiner Partnerin all das erzählen.

Dass ich von einer anderen Frau träume.

Dass ich sie vermisse.

Dass Frauen aus meiner Vergangenheit gerade wieder in meinem inneren Raum auftauchen.

Und meine Partnerin hört zu.

Sie versteht mich.

Sie lässt mich durch meine Prozesse gehen, ohne sofort in sie hineinzusteigen.

Ohne aus allem eine Aussage über unsere Beziehung zu machen.

Ohne dass ich ihr beweisen muss, dass sie wichtiger ist.

Ich finde das immer noch ein unglaubliches Phänomen.

Vielleicht auch, weil ich es anders kenne.

Meine letzte Partnerschaft ist an solchen Dynamiken mit in die Brüche gegangen.

Innere Bewegungen wurden schnell zur Bedrohung für die Beziehung.

Gefühle für einen anderen Menschen mussten automatisch bedeuten, dass in der Partnerschaft etwas fehlte.

Heute erlebe ich etwas vollkommen anderes.

Ich kann in meiner heutigen Beziehung sein und gleichzeitig eine alte Verbindung betrauern.

Ich muss mein Inneres nicht vorher aufräumen.

Vielleicht ist genau das Vertrauen.

Nicht:

In dir wird niemals etwas auftauchen, das mich verunsichern könnte.

Sondern:

Ich vertraue darauf, dass du deinen Weg durch das, was in dir auftaucht, selbst gehen kannst.

Und ausgerechnet dadurch wird unsere Beziehung für mich nicht unsicherer.

Sie wird weiter.

Vielleicht passt dazu ziemlich gut, dass mein aufsteigender Mondknoten im siebten Haus im Wassermann steht.

Mondknoten: Aufgabe.

Siebtes Haus: Partnerschaft.

Wassermann: Freiheit, Eigenständigkeit, neue Wege und vermutlich eher wenig Interesse daran, Beziehung einfach so zu machen, wie man sie eben macht.

Meine Therapeutin hat irgendwann zu mir gesagt:

„Da hast du dir ja nicht die einfachste Aufgabe ausgesucht."

Nein.

Offenbar nicht.

Beziehung lernen und dabei frei bleiben.

Nähe zulassen, ohne mich darin zu verlieren.

Einen Menschen wollen, ohne ihn besitzen zu müssen.

Und dann begegnet mir ausgerechnet jetzt auch noch ein Lied, das so herrlich unkonventionell zu diesem ganzen Thema passt.

Da singt eine Frau:

"It's so easy to fall in love with me."

Ich dachte wirklich kurz, ich höre nicht richtig.

Natürlich musste ich sofort nach ihrem Geburtshoroskop schauen.

Sonne in den Fischen.

Mond im Wassermann.

Ich habe sehr gelacht.

Der Fisch liebt halt alle.

Gut, vielleicht nicht ganz so einfach.

Aber der Fisch in mir möchte Liebe jedenfalls nicht besonders gerne in kleine, saubere Kästchen sortieren.

Und dann steht daneben dieser Wassermann und sagt:

Ja.

Aber bitte frei.

Nicht festhalten.

Nicht besitzen.

Nicht alles sofort in eine konventionelle Form pressen.

Ich konnte mir mein aktuelles Thema kaum passender zusammenbauen.

Und morgen habe ich dann einen Termin und schaue mir noch einmal das Thema Mutter an.

Denn Beziehung beginnt natürlich nicht erst mit der ersten Partnerin.

Wir lernen Nähe viel früher.

Sicherheit.

Trennung.

Weggehen.

Wiederkommen.

Und inzwischen merke ich, dass vielleicht genau dort auch meine Frage nach Freiheit beginnt.

Nicht erst bei der Frage:

Kann ich einen anderen gehen lassen?

Sondern viel früher:

Darf ich überhaupt selbst entscheiden?

Vielleicht hängt ein Teil meiner Abhängigkeit genau damit zusammen.

Dass Beziehung sich in mir lange nicht wie das Zusammentreffen zweier freier Entscheidungen angefühlt hat.

Sondern wie etwas, bei dem mein eigener Stand davon abhing, was der andere tut.

Und wer weiss.

Vielleicht stellt sich morgen heraus, dass mein Lesbischsein einfach nur ein Mama-Thema ist und ich danach endlich geheilt bin.

Kleiner Scherz.

Mein bester Freund würde mich vermutlich schon beim Schreiben dieses Satzes korrigieren.

Und zu Recht.

Meine sexuelle Orientierung ist für mich nichts, das repariert werden muss.

Die viel interessantere Frage ist ohnehin nicht:

Warum liebe ich Frauen?

Sondern:

Wie liebe ich?

Wann verliere ich meinen eigenen Boden?

Wann kann ich meine Entscheidung stehen lassen, obwohl der andere etwas anderes entscheidet?

Wann fühlt sich ein Nein des anderen noch an wie eine existenzielle Gefahr?

Das ist es, was ich mir anschauen möchte.

Und irgendwo dazwischen steht noch immer die Frau aus meinem Traum.

Vor drei Jahren hat sie sehr klar gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr möchte.

Und jetzt taucht in mir plötzlich der Gedanke auf:

Was wäre, wenn ich mich noch einmal melde?

Mein Verstand reagiert darauf ziemlich eindeutig.

Spinnst du?

Sie hat dir gesagt, dass sie keinen Kontakt möchte.

Natürlich hat er einen Punkt.

Eine Grenze bleibt eine Grenze, nur weil Zeit vergangen ist.

Gleichzeitig sind drei Jahre vergangen.

Ich bin heute nicht mehr dieselbe.

Sie vermutlich auch nicht.

Und deshalb interessiert mich gerade weniger die Frage, ob ich mich melden darf.

Mich interessiert:

Warum möchte ich es?

Will ich eine alte Geschichte reparieren?

Hoffe ich auf eine andere Antwort?

Will ich einen Schmerz beruhigen?

Oder ist da tatsächlich ein ruhiger Impuls, der nichts erzwingen will?

Ich weiss es nicht.

Vielleicht muss ich es gerade auch nicht wissen.

Ich muss nicht jeden Impuls sofort ausleben.

Aber ich muss ihn auch nicht wegmeditieren.

Vielleicht darf er einfach erst einmal da sein.

Und damit lande ich wieder bei meinem Fisch und dem Oktopus.

Vielleicht habe ich unser Schlussbild falsch verstanden.

Vielleicht geht es gar nicht darum, irgendwann so unabhängig zu sein, dass es keinen Unterschied mehr macht, ob jemand neben mir schwimmt oder nicht.

Natürlich macht es einen Unterschied.

Ich möchte, dass manche Menschen neben mir schwimmen.

Das darf ich sagen.

Vielleicht liegt die Freiheit nicht darin, dass ich sie nicht mehr brauche.

Vielleicht liegt sie darin, dass ich nicht mehr davon ausgehe, dass ich untergehe, wenn sie anders entscheiden als ich.

Ich schwimme weiter.

Und vielleicht kann ich irgendwann sogar wirklich fühlen:

Du darfst deinen Weg wählen.

Und ich darf meinen wählen.

Vielleicht ist genau das das Meer, in dem ich eigentlich schwimmen lernen möchte.

Was dich bewegt hat

Ein Raum, in dem du mir antworten darfst.

Noch ist dieser Raum still.

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