Über mich
Ich heiße Susann.

Schreiben begleitet mich schon lange. Früher habe ich viel Tagebuch geschrieben. Später wurden daraus lange E-Mails an enge vertraute Menschen. In diesen E-Mails habe ich versucht, das, was ich selbst erlebe, zu verstehen und in Worte zu fassen.
Ich philosophiere gerne. Nicht, weil ich glaube, das Leben verstanden zu haben. Sondern weil mich interessiert, was unter unseren Erfahrungen liegt. Warum Menschen gehen. Warum wir bleiben. Warum Nähe manchmal Angst macht. Warum Schmerz nicht immer nur gegen uns arbeitet. Und warum ein Leben nicht unbedingt einfacher werden muss, um lebendiger zu werden.
Lange Zeit habe ich wenig Persönliches von mir gezeigt. Ich konnte reflektieren, formulieren und funktionieren, ohne mich wirklich sichtbar zu machen.
Seelenworte ist ein Teil meines Weges, das zu verändern.
Ich möchte mich zeigen: als echte Susann. Persönlich, reflektiert, widersprüchlich und unvollkommen.
Hier schreibe ich nicht als Expertin für das Leben. Ich schreibe als Mensch, der selbst erlebt, sucht, zweifelt, fühlt und weiterdenkt.
Ich möchte keine heile Welt darstellen. Ich möchte auch keine vollkommen entwickelte oder halb erleuchtete Version von mir vermarkten.
Vielleicht liegt mein Talent darin, dem, was in mir geschieht, Worte zu geben. Und vielleicht findet sich ein anderer Mensch manchmal darin wieder.
Ein Schreib-Kunst-Projekt
Seelenworte ist für mich mehr als ein Blog. Es ist ein Schreib-Kunst-Projekt.
Wir tragen so oft Masken. Zeigen einander nicht, was wirklich in uns ist. Ich versuche hier, mich so echt wie möglich zu zeigen.
Natürlich ist das Internet anonym. Ein Teil fühlt sich deshalb an wie eine Exhibitionistin in einer Großstadt. Doch in einem Seminar über Geld kam für mich die Essenz hervor: Durch das Sichtbarmachen, durch das Darüber-Sprechen, wird viel Spannung genommen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zustände, in die ich gerate, nicht nur mich betreffen. Dass sich einige darin wiedererkennen können.
Sympathy Magic, wie Florence and the Machine es nennt. Durch das Sich-im-anderen-Erkennen kann Heilung geschehen.
Wo ich am klarsten denke
Mein Lieblingsort ist das Seminarhaus Linden. Dort wird vieles sichtbar, was ich sonst nicht sehe.
Manchmal über mich persönlich, manchmal über das Menschsein. So oft erlebe ich dort Situationen, in denen Menschen eine große Erleichterung erleben, weil etwas Enges, Angstmachendes eine Form bekommt und klar und sichtbar wird, worüber vorher vielleicht ein Tabu stand.